Klassen

 

„Lastklassen“

Vereinfachung der Dimensionierung von Fassadenbegrünungen mit Gerüstkletterpflanzen

An dieser Seite arbeiten wir noch. Ich rechne mit ersten Ergebnissen etwa im Mai 2014.
(Erläuterung hierzu)

In der Neubearbeitung der Richtlinie wird sehr viel deutlicher als bisher dargestellt werden, dass Fassadenbegrünung grundsätzlich der Pflege bedarf. Gepflegte Fassadenbegrünung wird u.a. regelmäßig geschnitten und ggf. verjüngt. Dabei wird die Posterdicke angemessen klein gehalten und überflüssige Biomasse entfernt. Damit reduzieren sich auch die Pflanzengewichte, die anzusetzenden Windlasten und die Möglichkeiten für Schnee- und Eisablagerungen.
Die unvermeidlichen – aber bisher viel zu häufig vernachlässigten – Maßnahmen zur Leitung und Begrenzung des Wachstums bewirken also nebenbei eine erhebliche Reduzierung der allgemein auftretenden Lasten und erlauben gleichzeitig ein vereinfachtes Verfahren zu ihrer Abschätzung.
Bei gepflegten Fassadenbegrünungen ist vor allen Dingen die Höhe der Maßnahme entscheidend für das Gewicht und andere Belastungen ihrer Befestigung an der Wand bzw. Verankerung im Tragwerk. Die Auswirkungen kontraproduktiven Wucherns (Verwahrlosung) müssen nicht mehr berücksichtigt werden.

Vorrangig gewährleistet Pflege Vitalität und optische Attraktivität der Pflanzen und – ggf. in Verbindung mit Wartung und Instandhaltung – Mängelfreiheit der gesamten Begrünungsmaßnahme. Sie ist damit die Grundvoraussetzung einer funktionierenden und damit fachgerechten Fassadenbegrünung.

Ich hoffe, dass dieses Wissen irgendwann tatsächlich in der Praxis zur Anwendung kommt und dann endlich die Leistungspotenziale der Fassadenbegrünung mit Kletterpflanzen in optischer, stadtklimatischer und ökologischer Hinsicht wirksam erschlossen werden.