In eigener Sache

Professionelle Herstellung individueller Kletterhilfen – ein Beitrag zur Fassadenbegrünung

 

Gedanken zum „status quo“ der Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung ist seit jeher ein kontrovers diskutiertes Thema – moderne Fassadensysteme haben die Diskussion nicht vereinfacht.

Es gibt viele unterschiedliche Begrünungskonzepte, diverse Systeme und eine große Zahl – auch semiprofessioneller – Anbieter. Tatsächlich wird die Mehrheit aller Kletterhilfen von fachfremden Personen angeboten und installiert, denen z.B. die Kletterformen der zur Fassadenbegrünung gebräuchlichen Pflanzen nicht geläufig sind. Obendrein haben die Resultate von einem teilweise sehr naivem Begrünungsenthusiasmus (etwa 1980 -1990) und von andauernder Bevorzugung möglichst billiger Begrünungstechnik dazu beigetragen, dass zahleiche Bauherren, Immobilienbesitzer, Investoren und andere Entscheider der Begrünung von Fassaden  immer noch Argwohn entgegen bringen.

Deren Vorbehalten steht sehr große Akzeptanz begrünter Fassaden bei einem breiten Publikum (u.a. Bewohner und Passanten) gegenüber. (Vgl. hierzu: „Zur Akzeptanz von Fassadenbegrünung„; Schlößer, Susanne Anneliese; Dissertation; Uni Köln; 2003). Danach stehen 84% derjenigen, die in begrünten Häusern leben und 68% der Bewohner unbegrünter Häuser der Fassadenbegrünung grundsätzlich positiv gegenüber.

Fassdenbegrünung am Bunker mit Wisteria und Efeu, HolzspalierH

Bild 1 – Bunker – Südansicht – begrünt mit Blauregen; Leverkusen, Rankgerüst aus Holz – Foto 2014

Bilder wie dieses (Bild 1) begeistern mit Recht die große Mehrheit der Betrachter. Leider findet man solche Begrünungsprojekte noch viel zu selten.

Wertschätzung und Ausführung von Fassadenbegrünungen

Diese in Köln ermittelten Zahlen ändern – egal wo –  wenig an Begrünungsdefiziten, deren Beseitigung grundsätzlich mit Kosten verbunden ist. Tatsächlich gibt es außerhalb von Baugebieten mit Ein- und Zweifamilienhäusern (Lagen am Stadtrand oder in dörflicher Umgebung) viel zu wenige Fassadenbegrünungen.  Noch seltener sind solche, die Zweifler „ohne Worte“ – allein durch ihre Wirkung auf den Betrachter – vorbehaltlos  überzeugen. Dazu fehlen vor allem raumgestaltende Maßnahmen ohne markante Schwächen, die auch im Winterhalbjahr wenn viele Kletterpflanzen kahl sind, wohltuend auffallen. Leider sind viele Fassadenbegrünungen nicht so optimal ausgeführt und unterhalten, dass sie keinen Anlass zur Kritik bieten.

Holzspalier bzw.traditionelles Rankgerüst für Blauregen

Bild 2 – Die Kletterhilfe aus Holz (Spalier) ist nicht pflanzengerecht konstruiert. Zwängungen sind vorprogrammiert.

Über (temporär) suboptimale Ergebnisse sollte man sich  aber nicht wundern solange für Planung, Ausführung und Pflege von Fassadenbegrünungen mit Kletterpflanzen nicht genug Qualität investiert wird. Mehr markante Positivbeispiele würden bei Entscheidern zu positiverer Beurteilung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von Fassadenbegrünungen führen.

Der von Kosten und (Mit)Verantwortung unbelastete Betrachter ist unkritischer und leichter in Begeisterung zu versetzen. Seine unbeschwerte Freude am Grün an der Wand wird von den o.a. Bedenkenträgern noch unterschätzt. Sie kann dem Image „eines Hauses“ messbar dienlich sein und auch eine (ggf beachtliche) monetäre Wertsteigerung mit sich bringen. Diese Wirkungen ließen sich leicht allein durch besseres Aussehen vieler – speziell größerer – Wandbegrünungen steigern. Hier wäre m.E. schon viel zu erreichen, wenn sowohl übermäßiges Wuchern als auch kümmerliches Erscheinen der Kletterpflanzen an Häusern rechtzeitig unterbunden würden.

Ich selbst bin mitunter unzufrieden wenn ich mir ältere Projekte ansehe, bei denen mir in der Planungs- und Ausführungsphase alles – nicht nur die von uns gelieferten Kletterhilfen – zu stimmen schien.

Statt der erhofften „Highlights“ treffe ich mitunter Begrünungen an, die mir persönlich nicht sonderlich gefallen. Allerdings nennt man mich in dieser Hinsicht auch „überkritisch“. Das mag ja zutreffen, aber m.E. muss ich als professioneller Anbieter von Kletterhilfen Verbesserungsbedarf  und -möglichkeiten mindestens erkennen. Das setzt genaueres und kritischeres Hinsehen – besonders hinter das  schmückende Grün – voraus. Dort entscheidet sich die Qualität des grünen Kleides!

Zum objektivem Erfolg einer Fassadenbegrünung führen Beratung und Planung durch Fachleute, die einen neutralen und unverstellten Blick auf die Möglichkeiten, Chancen und Risiken solcher Projekte haben und sich umfassend in der Thematik auskennen. Dabei sind praktische Erfahrungen bis auf weiteres durch nichts zu ersetzen! Zusätzlich muss unbedingt eine angemessene Pflege – bei manchen Systemen auch Wartung und Instandhaltung – langfristig gewährleistet werden!

Neue Begrünungssysteme?

Daran ändern auch neue Techniken zur Fassadenbegrünung gar nichts. Ich möchte keinesfalls so weit gehen, die sogenannte „wandgebundene Fassadenbegrünung“ hierzulande nur als modischen Trend zu bezeichnen, aber als inzwischen „dienstältester gewerblicher Fassadenbegrüner“ bin ich persönlich davon überzeugt, dass eine Branche, die aktuell in Deutschland noch nicht einmal einzelne Kletterpflanzen an Fassaden langfristig überzeugend beherrscht, kaum in der Lage sein wird, vertikale Gärten erfolgreicher zu unterhalten. Einige lobenswerte Ausnahmen spielen da kaum eine Rolle.

Zwar begrüße ich grundsätzlich wünschenswerte Innovationen, aber die Erfahrung lehrt, dass deren Erfolg auch sehr stark von der künftigen Preisentwicklung abhängt. Wenn schon eine klassische Fassadenbegrünung auf aktuellem Stand der Technik vielfach als zu teuer empfunden und daher gerne daran bis zur Unbrauchbarkeit gespart wird, sehe ich hierzulande kaum Chancen für Systeme, die sowohl in der Ausführung als auch im Unterhalt mehr- bis vielfache Kosten verursachen.

Es mag sein, dass sich die Herstellungskosten bepflanzter Wände künftig irgendwie senken lassen. Ihr Wartungsbedarf und ihre große Pflegebedürftigkeit, d.h. vergleichsweise sehr hohe „Betriebskosten“, werden bleiben.

Ehe also die Gründefizite unserer Städte durch vertikale Gärten ausgeglichen werden könnten, müsste die allgemeine Wertschätzung begrünter Fassaden einen gewaltigen Sprung nach oben machen.

Obwohl ständig neue Studien immer  relevantere Positivwirkung von Fassadenbegrünungen auf das Stadtklima ausweisen, gibt es praktisch keine Bewegung bei ihrer Bewertung im Rahmen von naturschutz- bzw. baurechtlichen Eingriffsregelungen oder bei der Entwicklung wirklich zweckdienlicher Förderprogramme.

 

Mein persönlicher Beitrag

Aus all diesen Gründen halte ich an meinem Grundsatz fest: Solide geplante und handwerklich sauber ausgeführte Fassadenbegrünungen mit Kletterpflanzen erfüllen alle Anforderungen in Sachen Kosten-Nutzen-Abgleich, Haltbarkeit und Folgeaufwand. Wer langfristig plant und handelt, wird mit klassischer Fassadenbegrünung sein Gebäude aufwerten und ggf. einen nachhaltigen Beitrag zu mehr Grün in unseren Städten leisten.

Als Person und als Inhaber meiner Firma gelte ich seit vielen Jahren unwidersprochen als einer der führenden Experten für technische Aspekte der Fassadenbegrünung. Mit Polygrün Kletterhilfen fülle ich die Marktnische zwischen kleinformatigen Metallgittern einerseits und andererseits eher linearen Spannkonstruktionen (sog. Rankseilen) kostengünstig aus. Dazu biete ich für praktisch jede Fassadenbauweise hochwertige und bewährte Befestigungstechnik. Diese zeichnet sich vor allem durch Preiswürdigkeit, angemessene Wandabstände und – bei Bedarf – zuverlässige Vermeidung von Wärmebrücken aus.

Zusätzlich schaffen 30-jährige Erfahrung auf diesem Gebiet und mehrere hundert erfolgreich ausgeführte Aufträge alle Voraussetzungen, um Ihr Begrünungsprojekt professionell zu realisieren. Dabei lege ich größten Wert auf eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Anfang an. Ihre Wünsche und Ziele sind der Maßstab; das zu angemessenen Preisen technisch Machbare ist der Rahmen. Wenn wir beides koordinieren, steht einem gelungenen Projekt nichts im Weg.